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Informationen über Paraguay

Offizieller Name:

República del Pargaguay

Geographische Lage:

Südamerika

54º W - 62º W / 19º S - 27º S

Karte Südamerika

Geschichtliches Gründungsjahr:

1811

Politisch abhängig von: 

Spanien bis 1811

Einwohner/Staat:  

6.506.464 Einwohner (2006)

Hauptstadt:

Asunción mit 600.000 Einwohnern

57º 37' W 25º 20 S

Amtssprache:

Spanisch und Guaraní

Zeitverschiebung in Std.:

(gegenüber Deutschland)

-4 Frühling/Sommer

-6 Herbst/Winter

Währung

Guaraní (Gs)

Religionen:  

Christen 98,0 %, Sonstige 2,0 


Die Bedeutung des Namens des Staates Paraguay ist  „Wasser, das zum Wasser geht“, abgeleitet von der Sprache der Ureinwohner in Guarani: pará („Ozean“), gua („zu/von“) und y („Wasser“). Der  Binnenstaat liegt in Südamerika, der im Osten an Brasilien im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Mit einer Größe von knapp 407.000 km² ist dieses Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen.

Der Fluss Rio Paraguay fließt von Norden nach Süden durch das Land und teilt es in zwei Teile, den weniger besiedelten Gran Chaco im Westen, (etwa 60 Prozent der Landesfläche) und den Orient. In dieser östlichen Region leben  über 97 Prozent der Bevölkerung. Östlich vom Fluss Río Paraguay ist das Cordillera de Caaguazu, ein bis zu 700 Meter hohes substropisches Tafel- und Bergland. Dort fällt es in einer Stufe zur fruchtbaren Paraná-Paraguay-Senke ab, dort im südlichen Teil erstrecken sich weite Sumpf- und Überschwemmungsgebiete.

Knapp 90% der paraguayanischen Bevölkerung sind Mestizen (eine Verbindung von Guaraní-Indianerinnen mit spanischen Einwanderern). Dann gibt es noch eine regional bedeutende Minderheit von Europäern und indigenen Völkern. Die Sprache Guaraní hat laut der Verfassung von 1992 neben Spanisch offiziellen Status aber die Amtssprache ist Castellano. 

Die vier Stämme der Guaraní-Tupi-Gruppe sind: Ava-Guaraní, Pa'i tavyterä (Caiuá),  Mby'a und die Aché. Von den Aché-Indianern, sie gelten als Nachkommen der einstigen Urbevölkerung Ostparaguays, gibt es noch 1000 bis 1200 im subtropischen Osten.

Als dritte Sprache vernimmt man  gelegentlich von den deutschen Auswanderern oder von Mennoniten - Deutsch. Vor allem im Nordwesten und im Chaco wohnt diese zahlenmäßige unbedeutende, aber mit Privilegien und großer Wirtschaftskraft ausgestattete Minderheit der deutschsprachigen Mennoniten die meist aus Russland (seit 1927) eingewandert sind. Durch weitere Zuwanderungen aus Amerika, Kanada und Mexiko ist die Anzahl inzwischen auf 45.000–50.000 Personen angestiegen.

In der Grenzregion nach Brasilien leben zwischenzeitlich  ca. 500.000 portugiesisch sprachige Siedler, davon sind 150.000 deutschstämmige Brasilianer aus den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná, diese nennen sich Brasiguayos. Der überwiegende Teil der Bevölkerung wohnt östlich des Río Paraguay , besonders in der Gegend um die Hauptstadt Asunción sowie nahe der Grenze zu Brasilien. Im Norden und Westen des Landes,  leben nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung.

Die Sprachen im Überblick:

 

Muttersprache

in %

2. Sprache

in %

Gesamt

in %

Guarani

 3.915.089

85,9%

30.232

0,7%

3.946.905

86,6%

Spanisch

 506.185

11,1%

2.655.687

58,3%

3.170.813

69,6%

Portugisisch

 53.822

 1,2%

83.288

1,8%

326.496

7,2%

Deutsch

 13.255 

0,3%

24.471

0,5%

59.166

1,3%

übrige nichtindigene

 2.136

0,0%

33.909

0,7%

123.246

1,7%

übrige indigene

 55.876

1,2%

2.726

0,1%

59.165

1,3%


Am 20. April 2008 fanden in Paraguay die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.  Fernando Lugo  (ehemaliger Bischof und Befreiungstheologe), wurde mit über 40% der Stimmen zum künftigen Präsidenten gewählt, diese einfache Mehrheit reicht für das Präsidentenamt, nicht jedoch für die Mehrheit in den beiden Kammern aus. Am 15. August 2008 wurde Fernando Lugo  für das Amt des Präsidenten Paraguays eingesetzt, wo er versprach  das Elend und die Korruption in dem südamerikanischen Land zu bekämpfen!