| Wetter und Klima |
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Vorab gleich mal gesagt. Paraguay gilt als eines der sichersten Länder der Welt - da hier Naturkatastrophen, Wirbelstürme, Erdbeben sowie Vulkanausbrüche und Flutwellen unbekannt sind. Das liegt an der inneren Lage im südamerikanischen Kontinent. Die Frühlingsmonate sind die Monate wo sich die meisten Europäer am wohlsten fühlen, und beginnen im September. Sie sind allerdings auch die trockensten Monate. Die Tagestemperatur steigt bis auf 30 °C an. Warme Luft strömt vom Äquator her, und die Vegetation fängt zum blühen an. Die Sommermonate Dezember bis Februar sind die heißesten Monate, und wir haben hier schon die 50°C-Marke angekratzt. Allerdings ist der Sommer auch die regenreichste Zeit, und es durchaus möglich, dass mehrmals pro Woche starke Regenfälle und heftige Gewitter auftreten. Begleitet werden diese durch starke Stürme. Diese Wettererscheinungen verschwinden allerdings auch wieder so schnell wie sie aufgetreten sind. Nach diesen starken Wetterumschwüngen erinnert einen das Klima an einen Aufguß in der Sauna. Das Regenwasser, was durch den trockenen Boden nicht gleich aufgenommen wird, verdunstet, und die Luftfeuchtigkeit erreicht dann öfters mal die 90% Grenze.
Die Temperaturen fallen dann in den Herbstmonaten März, April und Mai ab, und die Wochen werden wieder trockener. Die Windrichtung dreht Richtung Süden, Temperaturrückgänge von 10 bis 15 °C innerhalb kürzerster Zeit sind keine Seltenheit. Die ersten kälteren Nächte treten auf, und beschlagen zum ersten mal die Scheiben. Die Morgensonne heizt den Tag aber noch sehr schnell auf, und die Herbstmonate verlaufen noch angenehm warm. Die Temperaturen werden nun wieder wie die Frühlingsmonate als recht angenehm empfunden, und schwanken so um die 25°C. Nachts kann nun auf die Klimaanlage verzichtet werden, und der Morgen belohnt mit einem strahlend tief-blauen Himmel. In diesen Monaten erkennt man auf der Straße am schnellsten die frischen Einwanderer unter den paraguayanischen Leuten heraus. Wo sich Europäer noch mit dem T-Shirt bewegen, tragen die Paraguayaner schon dicke Jacken und Mützen, aber witziger Weise in kurzer Hose und noch mit Sandalen. Kopfschüttelnd wird hier das Unverständnis gezeigt, und oft wird man darauf angesprochen, ob man nicht frieren würde. Die Nächte in den Wintermonaten Juni bis August erreichen hingegen schon mal nahe den Gefrierpunkt, und Reifbildung ist manchmal möglich. Schnee kennt man hier in Paraguay nicht. Allerdings ist davon die Rede, dass im Jahr 2002 schon mal in höheren Lagen Schnee gefallen sei. Doch die Meinungen gehen hier zwischen Reif und Schnee auseinander. Die Höchtwerte am Tag liegen dann bei maximal 26°C. Wesentlich ist, dass die Temperaturempfindungen stark von der Luftfeuchtigkeit abhängen. Unsere Erfahrungen zeigen hier im Department Guairá, dass bei einer Luftfeuchtigkeit von 70% eine Temperatur von 32 °C noch erträglich ist, und man auf die Klimaanlage im Auto und Haus verzichten kann. Generell gilt, je feuchter die Luft, desto unerträglicher ist die Temperatur. Sonnenaufgänge und Untergänge Durch die Aquatornähe sind die Dämmerungsphasen sehr kurz. Innerhalb einer halben Stunde herrscht vollständige Dunkelheit.
Hier in Raum Villarrica, ist das ausgeglichenste Klima. In dieser Gegend gibt es kaum Frost. Im Sommer pendelt sich die Temperatur bei 35 °C ein, und eine stetig leichte Luftbewegung sorgt für angenehmes empfinden. Im Winter fallen die Temperaturen kaum unter 10° C. Regelmässige Niederschläge bereiten auf den Feldern gutes Wachstum, und die Luftfeuchtigkeit bewegt sich zwischen 60 und 80%. Anderst verhält es sich im paraguayaischen Chaco. Dort sind die Wetterverhältnisse extrem, die Temperaturen fallen selten nachts unter 28 °C und unterschreiten oft tagsüber nicht die 45 °C Grenze. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit sind die Tage und Nächte ohne Klimaanlagen nicht auszuhalten, und werden auch als äußerst unangenehm empfunden. Hinzu kommen die Staubwinde sowie die anhaltende Dürre die dann durch auftretende Regenstürze die Strassen unpassierbar machen. Generell ist zu bemerken, dass im Chaco kaum Regen fällt, und Wasser mit Transportfahrzeugen zur Versorgung von Mensch und Tier in extremen Zeiten angeliefert werden muß.
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